Informationsbrief Nr. 3/2002

Herausgeber: Verantwortungsbewußte Chlorchemie e.V.

Verantwortlich: Dr. H. Dillenburg, Dipl.-Ing. M. Huter

Verantwortungsbewußte Chlorchemie e.V. (VbCc. e.V.)
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Rheinberg, den 28. Juni 2002


 1. VbCc: 5 Jahre jung
Vor fünf Jahren wurde unser Verein gegründet. Aus diesem Anlass fand in Rheinberg am 6. Juni 2002 die „Geburtstagsfeier“ statt. Der Vorsitzende Dr. H. Dillenburg gab einen kurzen Rückblick (siehe Bild): "Wir haben erkannt, dass wir der Gesellschaft klarmachen müssen, dass wir verantwortungsbewusst mit der Chemie in unserem Arbeitsbereich umgehen. Dem Verein ist es gelungen, als Gesprächspartner in der Öffentlichkeit anerkannt zu werden. Die Diskussion um das Thema Chlor und Chemie konnte erfolgreich versachtlicht werden."
Der Vorsitzende zeichnete verdiente Mitglieder aus, um dann den Gastredner Dirk Maxeiner aus seinen Büchern lesen zu lassen. Maxeiner kritisiert auf sachlich fundierter Grundlage viele Fehlentwicklungen unserer Gesellschaft und unseres Staates.Die Feststellungen Maxeiners brachten die Zuhörer vielfach zum Schmunzeln.
 

2. Grünbuch PVC
Der derzeitige Stand der europäischen Diskussion ist wie folgt: Die EU-Kommission, genauer die Direktion Umwelt und die Direktion Wirtschaft, arbeiten an einer sogenannten „Mitteilung“ (das haben wir im Informationsbrief 1/2002 erläutert). Diese Mitteilung sollte basieren auf dem Industrieangebot der „Freiwilligen Selbstverpflichtung“. Dort werden vor allem Ziele für das Verwerten von PVC-Altprodukten genannt. Die PVC-Branche hat mehrfach dargelegt, dass eine Regelung per Gesetz nicht zielführend sein wird. Der Ausgang der Brüsseler EU-Diskussion ist derzeit noch offen.
Alle VbCc-Mitglieder sind aufgefordert, im anlaufenden Wahlkampf bei jeder Gelegenheit die Parteivertreter nach ihrer Einstellung zum „PVC-Grünbuch und seinen Folgeaktionen“ zu befragen. Unsere Position ist eindeutig: PVC ist ein nachgewiesen nachhaltiger Werkstoff, für den keine gesetzlichen Sonderregelungen erforderlich sind. Im Gegenteil: PVC-Gesetze werden zum Verlust von Arbeitsplätzen führen, zum Anstieg von Baukosten und zu umweltaufwändigen Alternativen.

3. Weißbuch Chemikalienpolitik
Zu Details hatten wir im Informationsbrief 1/2002 berichtet. Inzwischen haben der Verband der Chemischen Industrie (VCI) und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) eine gemeinsame Stellungnahme verfasst. Erfreulich ist, dass die Bundesregierung diese Argumente unterstützt. In einer Pressemitteilung heißt es: „... Von bestimmten chemischen Stoffen ausgehende Risiken zu erkennen und wirksame Maßnahmen zur Abwehr zu ergreifen, gehört zu den Kernaufgaben des Gesundheits- und Umweltschutzes. Andererseits befindet sich die europäische chemische Industrie in einem harten internationalen Wettbewerb, insbesondere mit den USA und Japan. Als Schlüsselbranche mit etwa 1,7 Millionen Beschäftigten hat sie für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa große Bedeutung.“

4. Chlorchemie ist überall, auch in der Natur
Berliner Forscher haben ein Bakterium entdeckt, das sich von gefährlichen Chlorbenzolen (TCBs) ernährt. Die ungewöhnlichen Mikroben fanden sich in einer gemischten Bakterienkultur in einem Bioreaktor, so Lorenz Adrian vom Fachgebiet Technische Biochemie der Technischen Universität Berlin. Der so genannte CBDB1-Stamm des Bakteriums Dehalococcoides ethenogenes hat ungewöhnliche Eigenschaften. Er vernichtet nicht nur TCBs, sondern braucht sogar die Reaktion, mit der es Chlor abspaltet, für seine Lebensprozesse. Die Analyse eines Teils seines Erbguts zeigte, dass CBDB1 zu einer neuen, bisher unbekannten Bakteriengruppe gehört. Chlorbenzole sind giftige und langlebige Umweltschadstoffe, die sich in der Nahrungskette anreichern. Sie werden bereits in Bioreaktoren abgebaut. Die Aufklärung der Eigenschaften des nun identifizierten Bakteriums könnte helfen, die optimalen Bedingungen für eine solche biologische Entgiftung zu finden, meinen die Forscher.

5. PVC-Handschuhe beugen Handekzem vor
Rund 20 % aller Personen, die regelmässig putzen, leiden laut Hautzärztin Dr. Gisela Hubbes (Düsseldorf) unter einem Handekzem. Die gerötete, schuppige Haut mit schmerzhaften Rissen und Entzündungen entsteht bei Reinigungspersonal auch durch aggressive Putzmittel, bei den meisten aber vor allem durch zu häufigen Kontakt mit Wasser. Der aus Hautfett und Schweiß bestehende natürliche Haut-Schutzmantel wird immer wieder schneller zerstört, als er sich aufbauen kann. Bis zu drei Wochen dauert es, bis so ein „Hausfrauenekzem“ abgeklungen ist. Die Ausrede, mit Handschuhen habe man beim Putzen kein Gefühl in den Händen und schwitze in ihnen, lässt Dr. Hubbes nicht gelten. Sie rät zu feinen, sehr elastischen PVC-Handschuhen. Mit dünnen Baumwollhandschuhen drunter steht dem Feingefühl dem Dreck gegenüber nichts mehr im Wege.

6. Greenpeace = Frieden mit Chlor
Die Farbe „grün“ heißt auf griechisch „kloros“. Die Chemiker des 19. Jahrhunderts belegten das gasförmige, aus Steinsalz herauslösbare Element mit dem Namen Chlor, weil es eine grünliche Farbe aufwies. Es ließe sich „Greenpeace“ dann übersetzen und interpretieren als „Frieden mit Chlor“. Vielleicht lernt es diese Umweltschutzorganisation noch!Unser Reim darauf:  SpaziergangIch ging im Walde so für mich hin,und nichts zu suchen, das war mein Sinn.Am Rande, da sah ich Greenpeace stehn’n,mit vielen Plakaten – schön anzuseh’n.„Frieden mit Chlor“, so las ich laut,da haben die aber dumm geschaut.Ich klärte die Gruppe gewissenhaft auf,denn „chloros“ heißt „grün“, und das stand ja da drauf.Sie haben mich fragend angeseh’n,dann ließ ich sie ihres Weges geh’n.Dort denken sie hoffentlich etwas nachund lernen daraus, entweder gleich oder gemach.

7. Dioxin – was wir schon immer wussten
John von Radowitz berichtet in der PA News Body vom 2.8.01, dass neueste wissenschaftliche Messergebnisse zeigen, dass auch beim Verbrennen von Weihrauch Dioxin entsteht.

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Hergesteld: 28. Juni 2002.
Letzte Änderung: 17. Augustus 2002.

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