Informationsbrief Nr. 2/2002

Herausgeber: Verantwortungsbewußte Chlorchemie e.V.

Verantwortlich: Dr. H. Dillenburg, Dipl.-Ing. M. Huter

Verantwortungsbewußte Chlorchemie e.V. (VbCc. e.V.)
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Rheinberg, den 15. April 2002
1. VbCc: 5 Jahre jung
Gegen Ende 1996 war der VbCc gegründet worden. Der VbCc hat sich erfolgreich in die öffentliche Diskussion um Chlorchemie und PVC eingeschaltet. Er bringt dabei den Sachverstand aller seiner Mitglieder ein.

Wir wollen dieses Jubiläum feiern am

Donnerstag, 6. Juni 2002, 18.00 Uhr
im Clubhaus Rheinberg.
Als Gastredner ist eingeladen Dirk Maxeiner. Er wird aus einigen seiner Werke lesen: „Öko-Optimismus“, Lexikon der Öko-Irrtümer“, „Das Mephisto-Prinzip“ ... Bitte merken sie sich den Termin vor und bringen Sie viele Gäste mit.

2. VbCc-Mitglieder für saubere Umwelt
Am 23.2.2002 war es wieder so weit. Die Bürgermeisterin von Rheinberg hatte gerufen, und alle, alle kamen. Alle? Nein, nicht alle, denn das Wetter war an diesem Samstag kalt und regnerisch, so dass zu der Aktion „Sauberes Rheinberg“ – eine Aktion, die mittlerweile eine mehrjährige Tradition hat – die Beteiligung insgesamt geringer war als im Vorjahr. Es kamen aber wieder die „Aktivisten“ des VbCc. Die „Aktivisten“ sind diejenigen Mitglieder des mehr als 300 Mitglieder zählenden Vereins, die bei den Aktionen des VbCc an vorderster Front wirken. Wenn demonstriert wird, wenn mit Politikern diskutiert wird, wenn Umweltschutz tätig betrieben wird, wenn ...  Mehr als zwei Stunden wurden wieder Papier, Flaschen, Dosen und andere Abfälle auf öffentlichen Straßen und Plätzen gesammelt. Die 200 Paar Handschuhe aus PVC, die auch dieses Mal wieder von SolVin gespendet worden waren, leisteten dabei nicht nur dem VbCc, sondern auch allen anderen Teilnehmern unverzichtbare Dienste. Bemerkenswert war, dass sich an der Aktion des VbCc wieder einzelne Jugendliche beteiligten und sogar nicht nur der Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Nach getaner Arbeit gab es Kaffee und Würstchen. Sicherlich ein Beitrag zur Motivation, auch im nächsten Jahr wieder Umweltschutz „vor Ort“ zu praktizieren.

3. VbCc-Mitglieder vor Ort
Am 7. März 2002 besuchte der VbCc die Firma Weck-Glaswerke in Bonn. Diese Glashütte ist ein großer Verbraucher von Soda, einem Produkt der Chlorchemie. Für die VbCc-Mitglieder war es ein besonderes Erlebnis, die weitgehend automatisierte Fabrikation von Glas zu erleben, ausgehend von Soda und den anderen Rohstoffen bis hin zu den vermarktungsfähigen Endprodukten.
Jedem bekannt sind die berühmten „Weck-Einmachgläser“. Neben Verpackungsgläsern spielen heute auch technische Produkte wie z. B. Glasbausteine eine zunehmende Rolle. Die vielen Fragen der Besucher zeigten das große Interesse an der Welt des Glases.

4. Erfolg für PVC
Im Nachgang zur Aufhebung des PVC-Verbots in Hessen (siehe VbCc-Info Nr. 1/2002) hat die Stadt Kassel ihr kommunales PVC-Verbot ebenfalls aufgehoben. Auch aus Chemnitz wird inzwischen Gutes berichtet: der PVC-Verbotsantrag wurde zurückgewiesen. Hierfür hatte sich auch der VbCc eingesetzt.

5. Gefangen in der „PVC-Freiheit“
Fehlgeleitet durch irreführende Informationen gibt es immer noch Unternehmen, die mit dem Slogan „PVC-frei“ glauben, mehr Umsatz erzielen zu können. Derzeit sind es die Unternehmen aus dem Sportartikelbereich wie Nike und Sport-Scheck. Viele Personen, Verbände und Vereine –so auch der VbCc – haben sich bereits eingeschaltet und den Dialog angeboten. Bisher ohne Erfolg.
Wir sind sicher, dass die VbCc-Mitglieder Wert darauf legen, PVC-Produkte einzukaufen, weil deren gutes Kosten-Nutzenverhältnis und herausragende Ökoeffizienz bekannt sind.

6. PVC-Recycling: Neue Anlage in Italien
Die PVC-Branche ist eine Freiwillige Selbstverpflichtung eingegangen, um künftig gebrauchte PVC-Produkte zunehmend zu verwerten. Vier Unternehmen haben die Gesellschaft VINYLOOP SpA in Ferrara/Italien gegründet, wo soeben die erste Anlage nach dem Solvay-Verfahren „VINYLOOP®“ in Betrieb ging. Die Anlage hat ca. 10 kt Jahreskapazität und wird zunächst vor allem Altkabel verarbeiten. Weitere VINYLOOP-Anlagen sind in Diskussion – u. a. für Altfußböden.

7. Weltbevölkerung leidet unter Trinkwassermangel: die Chlorchemie hilft
Im Dezember 2001 fand in Bonn die Konferenz zur Nachhaltigen Entwicklung statt (WSSD World Summit on Sustainable Development). 118 Nationen diskutierten dabei im Wesentlichen über die Frage einer ausreichenden Versorgung der Weltbevölkerung mit sauberem Trinkwasser. Bis 2015 soll die Zahl der Menschen halbiert werden, die bis heute noch nicht über ordentliches Trinkwasser verfügen.
Die Chlor- und PVC-Branche beteiligte sich an der Konferenz und konnte unwidersprochen klarmachen, dass für eine sichere Wasseraufbereitung Chlor notwendig ist, und dass für den sicheren Transport des so gereinigten Wassers PVC-Rohre am besten geeignet sind. Inwieweit die diesbezüglich eingeleiteten Schritte wirksam sein werden, soll beim nächsten Gipfel in Johannesburg (September 2002) besprochen werden.

8. „3-Liter-Haus“ dank PVC
Wir sind uns alle einig: Erdöl muss gespart werden. Beim Auto sind die Verbräuche von früher mehr als 10 l/100 km inzwischen auf ca. 3 l/100 km gefallen. Die Hersteller solcher Automobile können stolz auf die Entwicklung dieser „3-Liter-Autos“ sein. Auch bei der Hausheizung sind die Sparbemühungen beachtlich. Sind in Altbauten noch jährliche Heizölverbräuche bis zu 30 l/m2 üblich gewesen, so hat die LUWOGE – das Wohnungsbauunternehmen der BASF – diese Verbräuche um den Faktor 10 reduziert: das „3-Liter-Haus“ ist Stand der modernen Bautechnik. Ein wichtiger Baustein dieser 3-Liter-Häuser sind hochwärmedämmende Fenster, hergestellt aus PVC-Profilen. Diese zukunftsweisenden Bautechniken werden von der Politik und den Medien beachtet. Bundeskanzler Schröder (SPD, links im Bild) und der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Beck (SPD, rechts) begeisterten sich auf einer Fachausstellung zusammen mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der BASF, Strube.

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Hergesteld: 30. April 2002.
Letzte Änderung: 28. Juli 2002.

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