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Informationsbrief Nr. 4/2002Herausgeber: Verantwortungsbewußte Chlorchemie e.V.Verantwortlich: Dr. H. Dillenburg, Dipl.-Ing. M. HuterPostfach 101123, 47476 Rheinberg Bank: Volksbank Niederrhein e. G. - BLZ.: 35461106 - Konto Nr.: 201884012 |
1. Besuchsfart
Als zweite Informationsfahrt in diesem Jahr wollen wir am
2. Politiker pro PVC
Vor geraumer Zeit hatte der VbCc Politiker der wichtigen Parteien (in
alphabetischer Reihenfolge) CDU, FDP und SPD eingeladen, zu Umweltfragen
und zum Thema PVC zu sprechen. Das Ergebnis war für die Beschäftigten
der PVC-Branche erfreulich. Alle sprachen sich aus für eine Fortentwicklung
der PVC-Industrie. Aktuell gibt es neue Stellungnahmen:
• Dr. Jürgen Rüttgers, CDU (MdL NRW):3. Freiwillige Selbstverpflichtung der PVC-Industrie
„... Ich unterstütze die Zielsetzung und den Weg der PVC-Unternehmen nachdrücklich. ...“
• Wolfgang Clement, SPD (Ministerpräsident NRW):
„... Es wird darauf zu achten sein, dass die EU-Kommission bei ihren Schlußfolgerungen aus der Grünbuchdebatte die zu treffenden Schlüsse zieht und erkennt, dass eine Verschärfung des ordnungsrechtlichen Instrumentariums hier nicht der Königsweg, sondern der Holzweg wäre. ...“
4. Vorteile werden immer noch missachtet
Wie aus dem österreichischen Wirtschaftsministerium zu hören
ist, könnten durch die Verwendung von PVC-Rohren anstelle der jetzt
genutzten anderen Rohrmaterialien jährlich 800 Millionen Euro eingespart
werden. Die in Österreich ansässigen PVC-Verarbeiter sind durch
die nach wie vor laufende öffentliche PVC-Diskussion so verunsichert,
dass in 2001 insgesamt 6800 geplante Arbeitsplätze nicht eingerichtet
wurden.
5. Leserzuschrift
Im Informationsbrief Nr. 3/2002 hatten wir berichtet über „PVC-Handschuhe
beugen Handekzem vor“. Ein betroffener Leser schreibt uns zur Ergänzung:
„Chronisch
Kranke wissen, dass die Folgen einer Latexallergie katastrophal sein können.
Menschen, die häufig mit Latex in Kontakt kommen – insbesondere Kinder
– neigen zu dieser Allergieform. Sie wird häufig ausgelöst durch
Untersuchungshandschuhe von Ärzten.
Typisches Problem: Ein Betroffener hat einen Unfall, infolge dessen
es zu einer labilen Kreislaufsituation kommt. Die Sanitäter/Ärzte
untersuchen den Patienten mit Latexhandschuhen. Der allergische Schock
destabilisiert den Kreislauf zusätzlich, es kann zu einer lebensbedrohlichen
Situation kommen.“
Also: Chronisch Kranke sollten PVC-Handschuhe benutzen!
6. Dachbahnen aus PVC sichern Gebäude
Der Industrieverband Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen DuD (Darmstadt)
hat für seine Mitglieder die Jahresbilanz 2001 vorgelegt. Diese zeigt,
dass sich Kunststoffbahnen im vergangenen Jahr erfolgreich im Markt behauptet
haben. Mit 25,6 Mio. m2 bliebt der Absatz nur knapp unter dem Vorjahresergebnis.
Wichtigster Werkstoff in diesem Marktsegment bleibt PVC mit zirka 70 %
Anteil. Der DuD rechnet weiter mit stabilen Absatzzahlen vor allem aufgrund
der Sanierung von Gebäuden.
7. PVC-Fenster im Ausland positiv bewertet
China hat soeben festgelegt, dass ab 2005 mindestens 30 % aller neuen
Fenstereinheiten aus PVC gefertigt werden müssen. Grund hierfür
ist der Mangel an Holz.
Die englische Stadt Manchester wird für ihre öffentlichen
Bauten PVC-Fenster einsetzen. Diese Entscheidung fiel nach Vorlage eines
Ökovergleiches des Instituts ENTEC. Dort hieß es, dass zwischen
Holz- und PVC-Fenstern nur geringe Unterschiede in den Umweltauswirkungen
bestehen, dass aber PVC-Fenster um 22 % billiger seien.
8. Ist Wirtschaftswachstum ökologisch schädlich?
Für die meisten Menschen dieser Erde, d. h. für die rund
5 Milliarden Menschen, die nicht in den reichen Industrieländern des
Nordens leben, ist Wirtschaftswachstum die einzige Hoffnung, einer Umweltkatastrophe
zu entkommen. In den Ländern der Dritten Welt sterben pro Jahr rund
5 Millionen Kinder durch verseuchtes Trinkwasser; insgesamt leiden mehr
als eine Milliarde Erdenbürger derzeit an umweltbedingten Krankheiten.
Gegen dieses durch Armut und wirtschaftliche Unterentwicklung erzeugte
Massenleiden und Massensterben wirkt unser Wohlstandsgejammer über
global warming und Ozonloch einfach lächerlich.
Natürlich ist Wirtschaftswachstum für die Umwelt auch
kein reiner Segen. Aber um mit dieser Umwelt verantwortungsbewußter
umzugehen, ist nach der Erfahrung der letzten hundert Jahre ein gewisser
wirtschaftlicher Wohlstand nötig, den die meisten Menschen dieser
Erde noch nicht haben. Insbesondere ist Wohlstand die beste Bremse der
Bevölkerungsvermehrung, denn vor allem die Bevölkerungsvermehrung
und nicht das Wirtschaftswachstum ist es, was die Umwelt so belastet.
(Aus: Krämer, Trenkler: Lexikon der populären Irrtümer).
Sie sind auf dem zweiten Niveau der VbCc Seiten.
Hergesteld: 17. Augustus 2002.
Lätzte Änderung: 27. Oktober 2002.

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