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Informationsbrief Nr. 5/2002Herausgeber: Verantwortungsbewußte Chlorchemie e.V.Verantwortlich: Dr. H. Dillenburg, Dipl.-Ing. M. HuterPostfach 101123, 47476 Rheinberg Bank: Volksbank Niederrhein e. G. - BLZ.: 35461106 - Konto Nr.: 201884012 |
Donnerstag, 7. November 2002, 16.00 Uhr
im Solvay-Clubhaus, Rheinberg.
Gäste sind willkommen! Getränke und Brötchen stehen kostenlos zur Verfügung.
2. Wie funktioniert die Abwasserreinigung?
Diesem Thema war der Besuch des VbCc gewidmet bei der „Emschergenossenschaft
und Lippeverband“ in Bottrop am 3.9.02. Es war den Produktions-Spezialisten
unter den VbCc-Mitgliedern bekannt, dass Eisen-III-Chlorid produziert und
an Kläranlagen verkauft wird. Aber wie die Anwendung solcher Produkte
vor Ort erfolgte, war für die Meisten Neuland, oder sollte man besser
sagen „Neuwasser“.
Die Bottroper Betriebsleitung führte fachkundig in die Wasser-/Abwassersituation der Region von Emscher und Lippe ein. Beim anschließenden Rundgang durch die Kläranlage wurde die beeindruckende Technik veranschaulicht. Die vielen Fragen der VbCc-Mitglieder waren Ausdruck des großen Interesses. Der VbCc wird die Reihe der Besuche bei chlorrelevanten Betrieben daher im nächsten Jahr fortsetzen.
3. Hochwasserkatastrophe
Der VbCc-Vorstand hat sich an der Mitarbeiterinitiative der Solvay
Deutschland GmbH beteiligt: Es wurden 300 Euro auf das Sonderkonto überwiesen,
auf welches das Unternehmen Solvay seinerseits den selben Betrag eingezahlt
hat.
4. Vinyl 2010, die Freiwillige Selbstverpflichtung der PVC-Industrie
Vinyl 2010 – die Freiwillige Selbstverpflichtung der PVC-Industrie
– beinhaltet ein 10-Jahresprogramm, dessen Ziel darin besteht, die Herausforderungen
der nachhaltigen Entwicklung und der kontinuierlichen Verbesserung des
betrieblichen Umweltschutzes während des gesamten Lebenszyklus von
PVC zu bewältigen.
Die Mitglieder von Vinyl 2010 sind die vier europäischen Verbände ECVM (PVC-Hersteller), ECPI (Weichmacherhersteller), ESPA (Additivhersteller) und EuPC (Verarbeiter). Mit Vinyl 2010 haben die Behörden es nun mit einem einzigen Gesprächspartner zu tun. „In allen Fragen bezüglich der Freiwilligen Selbstverpflichtung können sie sich nunmehr an Vinyl 2010 wenden“, erklärt Jean-Pierre Pleska, Vorsitzender von Vinyl 2010 und Chef der SBU Vinyls von Solvay, einem der beiden Stammhäuser von SolVin (die BASF ist das andere Stammhaus).
Das Programm enthält u. a. folgende Verpflichtungen:
Falls Sie dieses Zeichen auf irgendeinem Produkt, Prospekt usw. sehen sollten, wissen Sie, dass mit diesem PVC-Produkt die Nachhaltigkeit gefördert wird.
5. PVC im öffentlichen Aufwind
Die PVC-Branche hat ihr Image in den vergangenen Jahren deutlich verbessern
können. Repräsentative Umfragen zeigen, dass 1998 nur 30 % der
Befragten eine gute Meinung zu PVC hatten. Heute sind es bereits etwa 60
%.
An diesem Erfolg sind Viele beteiligt. Die Verbände wie AgPU oder VKE, die Unternehmen, aber auch die vielen Mitarbeiter, die z. B. im VbCc organisiert sind. Die Bereitschaft zum Dialog mit der breiten Öffentlichkeit, mit Politik, Verwaltung und Medienvertretern trägt allmählich Früchte.
Aber: Ca. 40 % müssen noch überzeugt werden .....
6. PVC – wichtigster Kunststoff in der Elektroindustrie
Der Verband Kunststofferzeugende Industrie e. v. (VKE), Frankfurt,
hat Verbrauchszahlen für Westeuropa veröffentlicht. In der Elektrobranche
werden ca. 3 Mio. Tonnen Kunststoffe jährlich genutzt. Wichtigste
Kunststoffart ist PVC mit 18 %, gefolgt von PS mit 17 % und PE mit 11 %
Anteil. Haupteinsatzbereich für PVC sind Kabel, die 28 % der Kunststoffverwendung
in der Elektrobranche abdecken.
7. PVC im öffentlichen Bereich
In öffentlichen Gebäuden in Taunusstein dürfen nun wieder
Türen und Fenster aus Kunststoff eingebaut werden. Das hat der Magistrat
beschlossen und damit einen Verbotsbeschluß aus dem Jahr 1990 aufgehoben.
Diese Entscheidung wird damit begründet, dass Kunststoffelemente billiger
und länger haltbar seien als solche aus Holz. Auch die Wärmedämmung
sei bei Kunststoff besser. Holz verursache außerdem durch notwendige
Anstriche hohe Folgekosten und sei wegen der aufgebrachten Schutzmittel
nicht recyclingfähig. Deshalb hätten Holzfenster die schlechteste
Ökobilanz.
Leider hat sich die Taunussteiner Erkenntnis noch nicht überall durchgesetzt. Die Stadt Freiburg besteht trotz aktuell übermittelter Information immer noch auf Holzfenstern.
8. Verpackungsverwertung
In Deutschland nutzen die Bürger die Verwertungswege des DSD (Duales
System Deutschland) für Verpackungen mit dem Grünen Punkt. Verwertet
werden bisher alle Einwegverpackungen mit dem Grünen Punkt: Glas,
Metall, Karton und auch Kunststoffe. Aus dem neuesten Geschäftsbericht
der DSD ergeben sich Gesamtkosten von1,808 Mrd. Euro im Jahre 2001. Das
bedeutet für jeden deutschen Bürger pro Jahr 22 €. In Frankreich
zahlen die Bürger für das zum DSD analoge System „Ecoemballages“
nur 5 €/Jahr.
Wenn wir in Deutschland anstelle des DSD- das Ecoemballages-System
hätten, wären wir um 1,4 Mrd. € reicher.
Sie sind auf dem zweiten Niveau der VbCc Seiten.
Hergesteld: 27. Oktober 2002.
Letzte Änderung: 22 Dezember 2002.

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