![]() |
Informationsbrief Nr. 1/2002Herausgeber: Verantwortungsbewußte Chlorchemie e.V.Verantwortlich: Dr. H. Dillenburg, Dipl.-Ing. M. HuterPostfach 101123, D-47476 Rheinberg Bank: Volksbank Niederrhein e. G. - BLZ.: 35461106 - Konto Nr.: 201884012 |
1. Vereinsmitglieder aktiv für saubere Umwelt
Die Stadt Rheinberg führt – wie in den letzten Jahren schon –
am Samstag, 23. Februar 2002 (vermutlich vormittags), eine „Saubermachaktion“
durch. Der VbCc will sich daran beteiligen, dass achtlos weggeworfener
Abfall im Stadtgebiet eingesammelt wird. Wer sich in Rheinberg noch beteiligen
möchte, melde sich bitte beim VbCc-Vorsitzenden (Dr. Dillenburg, Tel.:
02843/73-2216, Fax: 02843/73-3647, e-Mail: helmut.dillenburg@solvay.com).
Die VbCc-Mitglieder werden mit Arbeitshandschuhen aus PVC ausgerüstet.
2. Besuchsfahrt
Als erste Informationsfahrt im Jahre 2002 wollen wir am
Donnerstag, 7. März 2002zur Firma WECK Glaswerke, Bonn, fahren. Abfahrt ab Clubhaus Rheinberg um 12.30 Uhr mit Privat-PKW’s. Anmeldung erforderlich mit beiliegendem Blatt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 20 Personen.
3. Europäische Politik
Wir haben mehrfach über das „Grünbuch PVC“ berichtet. Viele
Bürger können mit den Begriffen Grünbuch, Weißbuch
usw. nichts anfangen. Deshalb wollen wir Ihnen hier einen schnellen Überblick
geben über die verschiedenen Berichts- und Entscheidungsmöglichkeiten
gemäß den EU-Verträgen (ohne Anspruch auf Exaktheit in
juristischem Sinne):
5. Weißbuch-Chemikalienpolitik
Es gibt bereits eine ganze Reihe von EU-Gesetzeswerken, die die Nutzung
von Chemikalien regelt. Das EU-Parlament ist der Ansicht, dass die Chemikaliengesetzgebung
wegen der heutigen „Nachhaltigkeitsdiskussion“ verschärft werden sollte.
Eine „nachhaltige Entwicklung“ unserer Industriegesellschaft darf nicht
nur ökologische, sondern muss auch ökonomische und soziale Gesichtspunkte
berücksichtigen. Mit dem vorliegenden, vom Parlament verabschiedeten
Weißbuchtext geht die Chemie zwar konform hinsichtlich der grundsätzlichen
Ziele (Schutz des Menschen und der Umwelt) und der Forderungen nach Risikobewertung.
Übertrieben sind jedoch z. B. die Forderungen nach Bewertungen von
Zwischenprodukten wie z. B. Epichlorhydrin oder Vinylchlorid (dem Vorprodukt
von PVC) mit extremen Forderungen bis zum „Ausstieg“. Der Umgang mit Chemieprodukten,
insbesondere mit Gefahrstoffen, ist bereits eingehend geregelt und überwacht.
Oder was würden Sie sagen, wenn das Zwischenprodukt Mehl wegen der
Staubexplosionsgefahr und der Stauballergiegefahr verboten würde?
Wir dürften künftig dann kein Brot mehr essen – nur noch Kartoffeln.
6. Chlorchemie ist überall: Wasseraufbereitung
Die Bundeswehr muss in neuester Zeit verstärkt Soldaten in Krisengebiete
schicken. Dort existieren keine gepflegten Kasernen mit funktionierender
Infrastruktur. Trotzdem sollen die Soldaten die lebensnotwendige Verpflegung
erhalten. Diese besteht z. B. aus Dosenwurst und dauerhaft verpacktem Brot.
Ein Problem stellt das täglich benötigte Trinkwasser dar, von
dem etwa 1 bis 2 Liter pro Tag und Person nötig sind. Diese Menge
wird sinnvollerweise vor Ort gewonnen z. B. aus Quell- und Flusswasser.
Um dieses Wasser keimfrei zu machen, hat jeder Soldat Tabletten dabei.
Diese Tabletten enthalten meist die Chemikalie Natriumdichlorisocyanurat
und stellen sicher, dass die Soldaten keimfreies Wasser für ihre Ernährung
haben.
Chlorchemie hilft Leben schützen!
7. Greenpeace gemeinnützig?
Im Informationsbrief Nr. 4/2001 hatten wir über eine Studie aus
Canada berichtet, wo Greenpeace bezüglich der seriösen Nutzung
von Spendengeldern für seinen Vereinszweck sehr schlecht abschnitt.
Wir stellten seinerzeit die Frage: „Und wann ziehen unsere Politiker daraus
Konsequenzen?“. Hier kommt schon eine erste erfreuliche Antwort. Niedersachsens
Innenminister Heiner Bartling (SPD) hat seinen Hamburger Amtskollegen Ronald
Schill (PRO) aufgefordert, die Gemeinnützigkeit der Umweltschutzorganisation
Greenpeace zu überprüfen. Auch Bayerns Innenminister Günther
Beckstein (CSU) hat die Aberkennung der Gemeinnützigkeit ins Gespräch
gebracht. Bartling schreibt den bisher unaufgeklärten Brandanschlag
auf die Bahnbrücke bei Hitzacker-Seevan Greenpeace-Aktivisten zu und
sagt, das sei „keine Spielerei“ gewesen.
Unser Kommentar zu den Politiker-Aktivitäten: Hoffentlich macht
das Schule!
Sie sind auf dem zweiten Niveau der VbCc Seiten.
Hergesteld: 30. April 2002.
Lätzte Änderung: 9. Januar 2003.

Nach die Hauptseite der Verantwordungsbewußte Chlorchemie
Verantwortungsbewußte Chlorchemie Info 2/02
Für irgendwelche Kommentare über diese oder andere VbCc/Chlorophilen Seiten:
chlorophiles@pandora.be