Informationsbrief Nr. 4/2003

Herausgeber: Verantwortungsbewußte Chlorchemie e.V.

Verantwortlich: Dr. H. Dillenburg, Dipl.-Ing. M. Huter

Verantwortungsbewußte Chlorchemie e.V. (VbCc. e.V.)
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Rheinberg, den 7. Juli 2003

1. "So unterhaltsam kann Chemie sein": Experimentalvortrag zum Jahr der Chemie am 5. Juni 2003 in Rheinberg
Das Jahr 2003 ist das Jahr der Chemie. Aus diesem Anlass hatte der VbCc zu einer Vortragsveranstaltung eingeladen. Thema der Veranstaltung war „Natrium, Chlor und Verwandtschaft“. Vortragende waren Professor Dr. Gerd Meyer, Direktor des Instituts Anorganische Chemie, Köln, und sein Assistent Hermann Krings. Es war klar, dass sich an die interessanten Informationen noch eine lebhafte Diskussion anschloss. Der VbCc-Vorsitzende Dr. H. Dillenburg dankte zum Abschluss Herrn Professor Meyer für seinen engagierten Vortrag. Dillenburg gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Öffentlichkeit weiter zunehmendes Interesse zeige an den Informationen des VbCc.

2. VbCc beim PVC-Hersteller Vestolit
Am 22. Mai 2003 war eine Gruppe von Mitgliedern im Chemiepark Marl eingeladen. Es war interessant, Einblick zu gewinnen in diesen weiträumigen Chemiebetrieb, der bedeutend im Bereich Chlorchemie ist. Ausgehend von Salzsole, die über eine Pipeline aus Epe (bei Ahaus) kommt, wird PVC in vielen Varianten hergestellt: Suspensions-, Emulsions-, Mikrosuspensions- und Masse-PVC.
Die Herstellung von Weichmachern wurde besichtigt, wobei anschließend über deren mögliche Risiken bei Herstellung und Nutzung gesprochen wurde. Das Résumé war: Der sachgerechte Einsatz von ausgewählten Weichmachern ist ökologisch verantwortbar, sinnvoll und ökonomisch.
Insgesamt waren die Teilnehmer beeindruckt von den vielfältigen Produkten und Dienstleistungen des Industrieparks; weiterhin auch von der Geschichte seiner Entstehung und Entwicklung bis zur heutigen Struktur.

3. Dänemark denkt um beim Recycling
Das staatliche dänische Umweltamt IMV sagte im Dezember 2002 in einer Pressenotiz: „Recycling ist nicht immer die beste Wahl für die Umwelt.“ Anlass war eine Betrachtung des Papierabfallstromes. Die Verbrennung von Abfallpapier könne ökoeffizienter sein als die Verarbeitung zu Altpapier. Für Dänemark würde ein 5 %iger Verbrennungsanteil in Müllkraftwerken zu einem "sozioökonomischen Vorteil" von ca.1,2 Mio. € führen. Wir sind gespannt, wann sich Dänemark entsprechend zur Kunststoffentsorgung äußern wird.

4. Ist der „Gelbe Sack“ sinnvoll?
Die Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg veröffentlichte soeben eine Studie über den Nutzen des Gelben Sackes. In diesen Säcken sollen die mit dem Grünen Punkt der DSD (Duales System Deutschland AG) ausgezeichneten Verpackungen aus den Haushalten gesammelt und zur „Verwertung“ gebracht werden. Die Akademie stellt fest, dass bis zu 50 % des Inhaltes nicht zu den sammelfähigen Wertstoffen wie Kunststoffe, Glas, Metalle oder Papier gehört. Die Schlussfolgerung ist, dass der Aufwand für diese separate Sammlung von so genannten Wertstoffen sich nicht lohnt. Im Jahre 2020 spätestens habe der Gelbe Sack ausgedient und statt vieler separater Behälter im Haushalt gäbe es nur noch eine Tonne für den gesamten Hausmüll. Die Prognose der Akademie: Das gesamte Müllgemisch wird getrocknet, vollautomatisch sortiert und die Reste schließlich energetisch genutzt – bei weniger Aufwand und erniedrigten Kosten.

5. Baden-Baden wieder mit PVC
In Baden-Baden gab es bisher teilweise Verbote für Abwasserleitungen aus PVC. Besonders störend empfanden die Gemeinderäte auch die durch Eingemeindungen entstandene diffuse Lage. Im März 2003 wurde dies bereinigt und u. a. PVC-Abwasserleitungen zugelassen.

6. Leverkusen wieder mit PVC
Die Recyclingangebote und die Selbstverpflichtung der PVC-Branche haben die Verantwortlichen der SPD und der CDU veranlasst, die Beschlüsse über den Verzicht der Stadt Leverkusen von 1986 und 1990 aufzuheben. Stattdessen soll ein flexibler Umgang mit PVC praktiziert werden: Bei vorhandenen kostenneutralen Alternativstoffen werden diese eingesetzt, die im eigenen Zuständigkeitsbereich anfallenden PVC-Abfälle werden dem Recycling zugeführt. Im Stichjahr 2010 wird die Verwaltung prüfen, ob die von der PVC-Industrie eingegangenen Verpflichtungen eingehalten wurden.

7. Frankfurt bleibt stur
Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat nach eingehender Diskussion beschlossen, an dem Magistrats-Beschluß von 1990 festzuhalten. Dies bedeutet, dass die Stadt Frankfurt am Main sich nach wie vor verpflichtet, auf die Verwendung PVC-haltiger Produkte in städtischen Betrieben oder bei von der Stadt in Auftrag gegebenen Bauten dort zu verzichten, wo Ersatzstoffe vorhanden und einsetzbar sind.

"Die Umsetzung dieses Magistrats-Beschlusses ist vor dem Hintergrund der Selbstverantwortung des Magistrats für nachhaltiges und kostengünstiges Bauen und Wirtschaften weiterhin zeitgemäß", so die Stadt (Quelle: Stadt Frankfurt a.M. / Baudezernat vom 27.2.2003).

(Quelle: KRV)

PVC_Nachhalt_Zukunft

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Hergesteld: 2. August 2003.

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